Titelbild Demo AUSBAUEN STATT AUSBREMSEN

Ausbauen statt ausbremsen: Bündnis Erneuerbare Energien demonstriert am 9. Oktober in Berlin

18.09.2026
Philipp Uphoff

Am 9. Oktober 2026 kommt in Berlin ein breites Bündnis aus Verbänden, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Unter dem Motto „Erneuerbare Energien: Ausbauen statt Ausbremsen!“ richtet sich die Demonstration auf der Reichstagswiese an die bundespolitische Debatte über die künftigen Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien, Netze und Speicher.

Windenergie, Photovoltaik, Bioenergie, Wasserkraft, Wärmepumpen, Speicher und Netze sind längst mehr als einzelne Bausteine der Energiewende. Sie sind Teil einer Branche mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Nach Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) arbeiten inzwischen mehr als 436.000 Menschen im Bereich der Erneuerbaren Energien.

Genau diese wirtschaftliche Dimension steht am Freitag, 9. Oktober 2026, in Berlin im Mittelpunkt.

Ein breites Bündnis richtet den Blick auf die nächsten politischen Entscheidungen
Der BEE ruft gemeinsam mit Fachverbänden, Unternehmen, Initiativen und Organisationen der Zivilgesellschaft zur Demonstration auf. Hintergrund sind insbesondere die aktuellen Beratungen über Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz und am Netzpaket.

Der BEE warnt, dass aus seiner Sicht geplante Regelungen zu zusätzlicher Investitionsunsicherheit führen könnten. Das Bündnis fordert deshalb politische Rahmenbedingungen, die Investitionen in Erneuerbare Energien, Netze und Speicher ermöglichen und längerfristige Planungssicherheit schaffen.

Im Mittelpunkt stehen nach Angaben der Veranstalter verlässliche Investitionsbedingungen und weiterer Ausbau von Wind- und Solarenergie an Land und auf See. Gleichzeitig fordert das Bündnis Perspektiven für Bioenergie und Wasserkraft, einen stärkeren Ausbau der Verteilnetze und Stromspeicher sowie eine weitere Digitalisierung des Energiesystems. Auch die europäische Herstellerindustrie und die Höhe der Stromsteuer gehören zu den genannten Themen.

Mecklenburg-Vorpommern ist unmittelbar betroffen
Für Mecklenburg-Vorpommern haben diese Fragen besondere Bedeutung.

Unser Land verfügt über große Potenziale bei Windenergie, Photovoltaik und weiteren erneuerbaren Technologien. Doch die nächste Phase der Energiewende entscheidet sich nicht allein daran, wie viele neue Anlagen gebaut werden.

Es geht ebenso darum, wie Stromnetze ausgebaut und intelligenter genutzt werden, wo Speicher entstehen, wie neue Verbraucher angesiedelt werden und wie mehr Wertschöpfung vor Ort bleibt.

Für Unternehmen bedeutet Planungssicherheit die Grundlage für Investitionsentscheidungen. Für Kommunen geht es um Beteiligung und wirtschaftliche Perspektiven. Und für einen Energiestandort wie Mecklenburg-Vorpommern stellt sich zunehmend die Frage, wie aus hoher erneuerbarer Stromerzeugung zusätzliche industrielle Wertschöpfung im Land entstehen kann.

Genau diese Verbindung von Energie-, Wirtschafts- und Standortpolitik wird in den kommenden Jahren entscheidend sein.

Netze und Speicher werden immer wichtiger
Der weitere Ausbau erneuerbarer Erzeugungsleistung muss zunehmend mit dem Ausbau und der flexibleren Nutzung der Stromnetze zusammengedacht werden.

Auch der LEE MV beschäftigt sich deshalb intensiv mit Batteriespeichern, flexiblen Netzanschlüssen, Netzausbau und intelligenten Energiesystemen. Unsere Fachtagung „Intelligente Stromnetze“ im Juni 2026 hat gezeigt, wie stark diese Themen inzwischen miteinander verbunden sind.

Die Diskussion in Berlin betrifft deshalb ganz konkrete Fragen, die Unternehmen und Projekte auch in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigen: Welche Investitionen werden möglich? Wie schnell können neue Anlagen und Speicher angeschlossen werden? Und welche Rahmenbedingungen braucht eine Energiewirtschaft, die Erzeugung, Netze, Speicher und Verbrauch zunehmend intelligent miteinander verbindet?

Demonstration am 9. Oktober 2026
Die Demonstration des Bündnisses Erneuerbare Energien findet am

Freitag, 9. Oktober 2026, um 14:00 Uhr auf der Reichstagswiese in Berlin

statt. Der BEE hat den Aufruf am 17. September veröffentlicht und stellt auf seiner Veranstaltungsseite weitere Informationen sowie die beteiligten Organisationen und Forderungen des Bündnisses bereit.

Weitere Informationen:

Zur BEE Informationsseite