FAG Moore und Erneuerbare

Wiedervernässte Moore sind erneuerbar

Mecklenburg-Vorpommern ist sehr reich an Mooren im Vergleich zu anderen Bundesländern. Moore bedecken rund 12 Prozent der Landesfläche. Etwas mehr als die Hälfte dieser 330.000 Hektar wird für die Landwirtschaft genutzt. Bis heute stecken in den Böden des Bundeslands mehr als 7.000 Kilometer Rohrleitungen. Verlegt wurden sie zu DDR-Zeiten, um Moore zu entwässern – mit dem Ziel, die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern. Rund die Hälfte dieser Rohre weist heute enorme Schäden auf; der Sanierungsbedarf wird auf 1,4 Milliarden Euro geschätzt. Durch Moorentwässerung in Mecklenburg-Vorpommern entstehen über eine Milliarde Euro Klimafolgekosten pro Jahr.

Der LEE MV e.V. will mit seiner Arbeitsgruppe „Moore und Erneuerbare“ zwei wichtige Anliegen miteinander verbinden. Pro Jahr sollen in unserem Bundesland 8.500 ha ehemalige Moore wieder vernässt werden. Diese Flächen stoßen bisher rund 30 Tonnen CO2 pro Hektar aus. Die Eigentümer dieser Flächen sind aber auf die Einnahmen aus der Landwirtschaft angewiesen und so wurden in der letzten 4 Jahren nicht einmal 300 ha wieder vernässt. Die erneuerbare Energien Wind und Sonne könnten auf Teilen dieser Flächen genutzt werden und so die Umstellung finanzieren. Eine doppelte Klimarendite wäre so möglich: weniger CO2 aus der Fläche und CO2-Einsparung durch die Erneuerbaren. Und auch der Naturschutz würde profitieren, da ein Teil der Flächen der Natur ganz zur Verfügung gestellt werden könnte.

Leiterin der FAG Moore und Erneuerbare

Antje Habeck

(Leitung Kommunikation LEE MV)

Kontakt: (0385) 39 39 2930